Schwarzbeinigkeit (Umfallen) der Kohlrabipflanzen im Saatbeet wird durch mehrere Pilze verursacht und durch zu dichte Aussaat und unsachgemäßes Gießen begünstigt

Schwarzbeinigkeit (Umfallen) der Kohlrabipflanzen im Saatbeet wird durch mehrere Pilze verursacht und durch zu dichte Aussaat und unsachgemäßes Gießen begünstigt.

Bei dieser Krankheit wird der Wurzelhals der Jungpflanzen schwarz, der bei den gesunden weiß bleibt. Später fallen sie um. Die Schwarzbeinigkeit tritt vor allem bei Aussaaten im Frühbeet auf. Recht dünnes Aussäen, sparsames Gießen und Beizen des Saatgutes ist die beste Gegenmaßnahme. Zum Bedecken der Samen sollte man an Stelle von Erde Sand verwenden. Nur selten, aber gründlich gießen und viel lüften, damit die Erdoberfläche (Sand) und die Pflanzen schnell abtrocknen.

Mit Kohlhernie verseuchtes Land ist für den Kohlrabianbau ungeeignet

Mit Kohlhernie verseuchtes Land ist für den Kohlrabianbau ungeeignet.

Die durch einen Schleimpilz hervorgerufenen Wucherungen an den Wurzeln verhindern die Entwicklung der Kohlrabipflanzen. Wo sich solche Erscheinungen zeigen (die Pflanzen welken bei Sonnenschein), müssen die befallenen Ff lanzen mit den Wurzeln und der sie umgebenden Erde sorgfältig entfernt und vernichtet werden. Mindestens drei Jahre darf auf dieses Land kein Kohlrabi kommen. In der Zwischenzeit ist stark zu kalken. Auch etwa 3 Wochen vor der Neuanpflanzung wird je m2 etwa 1 kg Ätzkalk ausgestreut und eingehackt.

Die Larven des Kohlgallenrüßlers werden wie die der Kohlfliege vernichtet

Die Larven des Kohlgallenrüßlers werden wie die der Kohlfliege vernichtet.

Die knolligen Auswüchse, die die Larven des Kohlgallenrüßlers an den Wurzeln der Kohlrabi verursachen, darf man nicht mit Kohlhernie verwechseln. Zum Unterschied von der Kohlhernie findet man in den Wurzelwucherungen kleine Larven. Welkwerdende Pflanzen muß man daraufhin untersuchen und die Gallen mit den Larven vernichten. Schon an den Jungpflanzen können solche Gallen vorhanden sein. Darum Vorsicht beim Kauf von Kohlrabipflanzen! Befallene dürfen nicht gepflanzt werden. Das eigene Saatbeet wird vorbeugend mit insektiziden Mitteln behandelt, sobald sich die Keimblätter entwickeln.

Kohlweißlingseier abzusuchen ist einfacher, als die Raupen zu vernichten, die sich daraus entwickeln

Kohlweißlingseier abzusuchen ist einfacher, als die Raupen zu vernichten, die sich daraus entwickeln.

Die Schmetterlinge (Kohlweißlinge) legen ihre Eier in Häufchen an den Unterseiten der Kohlrabiblätter ab. Durch ihre gelbe Farbe sind sie leicht zu finden. Sie werden einfach durch Zerdrücken vernichtet. Wartet man, bis die Larven geschlüpft sind, dann entsteht in kurzer Zeit erheblicher Schaden an den Blättern. Obwohl das Absuchen und Vernichten der Raupen wesentlich aufwendiger ist, sollte der Einsatz chemischer Mittel nur bedingt, unter strikter Beachtung der Karenzzeit, erfolgen.

Erdflöhe schaden vor allem dem in der warmen Jahreszeit ausgesäten und gepflanzten Kohlrabi

Erdflöhe schaden vor allem dem in der warmen Jahreszeit ausgesäten und gepflanzten Kohlrabi.

Diese Schädlinge treten in der Hauptsache bei trockener, heißer Witterung auf. Vor allem im Saatbeet können sie den ganzen Erfolg in Frage stellen. Dort vernichten die Erdflöhe schon die Keimblätter restlos, so daß die Pflanze nicht weiterwachsen kann. Auch eben gepflanzte Kohlrabi können erheblichen Schaden erleiden. Die chemische Industrie hat Erdflohmittel entwickelt, die entweder verstäubt oder verspritzt werden. Sie sind anzuwenden, bevor durch Lochfraß merkbarer Schaden entsteht.

Dem Befall durch die Larven der Kohlfliege muß schon beim Pflanzen der Kohlrabi entgegengearbeitet werden

Dem Befall durch die Larven der Kohlfliege muß schon beim Pflanzen der Kohlrabi entgegengearbeitet werden.

Die Kohlfliege legt ihre Eier an den Wurzelhals der jungen Kohlrabipflanzen. Die daraus hervorgehenden weißlichen Larven benagen den Wurzelhals und dringen auch in ihn ein. Dadurch gehen die Pflanzen zugrunde. Als wirksamste Mittel zum Vernichten der Larven gelten Lindan-Präparate. Damit werden die Pflanzen gegossen. Gleich beim Pflanzen gießt man erstmalig an und dann nach etwa 8 bis 10 Tagen wieder.