Die Ernte des Gemüsekürbis beginnt im Juli und hält bis September an

Die Ernte des Gemüsekürbis beginnt im Juli und hält bis September an.

Die jungen Früchte dürfen nicht länger als 15 bis 20cm werden. In diesem Zustand besitzen sie noch eine zarte Schale sowie weiche Samenanlagen und müssen für die Zubereitung nicht geschält werden. Ältere Früchte mit bereits harter Schale eignen sich nicht mehr zur Herstellung der typischen Gemüsekürbisgerichte. Man rechnet pro Pflanze mit etwa 10 bis 12 Früchten.

Beim Speisekürbis läßt man an jeder Pflanze nur 2 bis 3 Früchte zur Entwicklung kommen und entfernt die übrigen, sobald die ersten etwa Faustgroße erreicht haben. Speisekürbisse erreichen Fruchtgewichte von 25 bis 50 kg, teilweise auch noch darüber. Geerntet wird vor den ersten Nachtfrösten. Wenn die Früchte nicht gleich verarbeitet werden, bringt man sie in einem frostsicheren, luftigen Raum unter, wo sie monatelang liegen können. Die Kürbisse sind aber laufend zu kontrollieren, um Ausfälle durch Fäulnis zu verhindern.

Zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen gehört das Gießen

Zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen gehört das Gießen.

Beide Kürbisarten haben einen höheren Wasserbedarf als die Gurke und entwickeln auch ein kräftigeres Wurzelsystem. Die einzelnen Wassergaben werden deshalb reichlich bemessen und sollen nicht unter 20 bis 25 l/m2 betragen. Der Hauptwasserbedarf liegt zwischen Mitte Juli und Ende August. Kurzzeitige Trockenperioden übersteht der Kürbis auf Grund seiner tiefer reichenden Wurzeln besser als die Gurke. Wichtig ist außerdem, die Bodenoberfläche ständig aufzulockern. Irgendwelche Schnittmaßnahmen sind nicht erforderlich.

Kürbis benötigt eine reichliche organische Düngung und gehört deshalb in die 1. Tracht.

Kürbis benötigt eine reichliche organische Düngung und gehört deshalb in die 1. Tracht.

Auch sein Bedarf an mineralischen Düngemitteln ist stark ausgeprägt. Bei der Auswahl der Mineraldünger muß beachtet werden, daß Kürbis zu den chloridempfindlichen  Gemüsearten gehört. Außer der üblichen Stickstoffstartdüngung erhält er noch 2 bis 3 Kopfdüngergaben in Höhe von jeweils 5 g N/m2. Speziell für den Gemüsekürbis sollte man diese N-Gaben noch weiter unterteilen und sie in flüssiger Form (0,3%ig) verabreichen. Frische Kalkung verträgt Kürbis nicht, es empfiehlt sich also, den Kalk bereits zur Vorfrucht zu geben.

Wer frühere Ernten erzielen möchte, kann auch in Töpfen vorkultivieren

Wer frühere Ernten erzielen möchte, kann auch in Töpfen vorkultivieren.

Man legt Mitte April je 2 bis 3 Samen in 8- bis 10-cm-Töpfe und stellt diese in ein warmes Frühbeet. Da vom Kürbis in der Regel nur wenige Pflanzen benötigt werden, können die Töpfe auch auf dem Fensterbrett eines hellen Raumes untergebracht werden. Die vorkultivierten Pflanzen setzt man erst nach dem 20. Mai an Ort und Stelle. Um das Anwachsen zu beschleunigen und gleichzeitig Schutz vor ungünstiger Witterung zu geben, werden die Jungpflanzen zunächst mit Plastehauben abgedeckt.

Einen recht günstigen Standort für den Speisekürbis stellt der Kompostplatz dar

Einen recht günstigen Standort für den Speisekürbis stellt der Kompostplatz dar.

Man darf die Kürbisse jedoch nicht auf den Komposthaufen säen bzw. pflanzen, weil sie ihm sehr viel Humus und Nährstoffe entziehen würden, sondern setzt sie an den Fuß des Haufens. Die sich entwickelnden Ranken werden so gelegt, daß sie über den Komposthaufen wachsen und diesen mit ihren Blättern gut beschatten.

Gemüse- und Speisekürbisse werden im Freiland nicht vor dem 10. Mai ausgesät, weil sie sehr frostempfindlich sind

Gemüse- und Speisekürbisse werden im Freiland nicht vor dem 10. Mai ausgesät, weil sie sehr frostempfindlich sind.

Der Boden muß bereits etwas erwärmt sein, denn die Keimung beginnt erst bei 12°C. In zu kaltem Boden unterbleibt die Keimung, und das ausgelegte Saatgut geht leicht in Fäulnis über. Nur vollkernige Samen keimen gut, deshalb sortiert man flachkernige vor der Saat aus. Je Saatstelle kommen 2 bis 3 Korn zur Ablage. Man bedeckt nur etwa 1 cm mit Erde und läßt nach dem Aufgang nur die kräftigste Pflanze stehen. Gemüsekürbis benötigt einen Abstand von 1 m x 1 m, Speisekürbis je nach Sorte z.T. einen Pflanzenabstand bis zu 2 m.