Die gefährlichsten Krankheiten des Selleries sind die Blattfleckenkrankheit (Septoriakrankheit), und der Sellerieschorf

Die gefährlichsten Krankheiten des Selleries sind die Blattfleckenkrankheit (Septoriakrankheit), und der Sellerieschorf.

Die erste wird fälschlich Sellerierost genannt, weil auf den Blättern zahlreiche rostbraune Flecken entstehen. Die Folgen dieser Krankheit sind in der Hauptsache kleine Knollen. Der Sellerieschorf wirkt sich besonders stark auf die Knollen aus. Die schorfartigen braunen Erscheinungen an den Knollen gehen im Einschlag in Fäulnis über, so daß der Sellerie unbrauchbar wird. An den Pflanzen bewirkt der Sellerieschorf das Gelbwerden der äußeren Blätter. Beide Krankheiten treten in nassen Sommern besonders stark auf. Sie werden auch durch einseitige Stickstoffdüngung und das Gießen mit Jauche begünstigt. Als vorbeugende Maßnahme beizt man das Saatgut. Das Spritzen mit Kupferpräparaten hat nicht immer den erhofften Erfolg.

Sellerieknollen kann man im Keller, in einem kalten Frühbeet oder auch im Freien überwintern

Sellerieknollen kann man im Keller, in einem kalten Frühbeet oder auch im Freien überwintern.

Sie behalten die Herzblätter auch im Einschlag. Die Reste der anderen Blätter müssen jedoch sorgfältig entfernt werden. Dabei darf man aber den Knollenkopf nicht beschädigen. Die Wurzeln kürzt man mit einem scharfen Messer bis auf einige Zentimeter unter den Knollen. Im Keller werden die Knollen dicht aneinander in Sand eingeschlagen, und zwar nur so tief, daß die Herzblätter und auch der Knollenkopf freibleiben. Im Frühbeet oder Freiland geht man genauso vor, nur daß als Einschlagmaterial die dort vorhandene Erde genommen wird. Die Sellerieknollen dürfen aber dem Frost nicht ausgesetzt werden. Darum ist der Einschlag im Frühbeet oder Freiland sehr stark mit Laub oder anderem organischem Material zu bedecken. Auch die nähere Umgebung des Einschlages ist so zu behandeln, damit der Frost nicht von den Seiten her eindringen kann. Die beim Ernten entfernten Sellerieblätter kann man trocknen und als Suppenwürze verwenden.

Die Ernte der Sellerieknollen muß sorgfältig durchgeführt und darf erst vorgenommen werden, wenn wesentliche Nachtfröste zu befürchten sind

Die Ernte der Sellerieknollen muß sorgfältig durchgeführt und darf erst vorgenommen werden, wenn wesentliche Nachtfröste zu befürchten sind.

Der Sellerie wächst bis in den Oktober hinein, was sich auf die Größe der Knollen günstig auswirkt. Darum läßt man ihn so lange wie irgend möglich auf den Beeten. Man erntet ihn nicht mit dem Spaten, sondern mit der Grabegabel. Die Knollen dürfen dabei nicht verletzt werden, weil dadurch leicht Faulstellen entstehen. Die Blätter werden sofort entfernt bis auf 3 oder 4 Herzblätter.

Knoliensellerie muß ständig gehackt und gut mit Wasser versorgt werden

Knoliensellerie muß ständig gehackt und gut mit Wasser versorgt werden.

Um den Boden gut zu durchlüften, muß regelmäßig gehackt bzw. gelockert werden. Das ist besonders nach Regenfällen bzw. nach dem Gießen erforderlich. Sehr gut wirkt eine Bodenbedeckung mit organischem Material, wobei man darauf achtet, daß die Herzblätter frei bleiben. Sellerie gehört zu den Gemüsearten mit dem höchsten Wasserbedarf. Die Bodenfeuchtigkeit wird am stärksten im August und September beansprucht. In dieser Zeit sind etwa 4 bis 5 Wassergaben von jeweils 20 bis 25 l/m2 erforderlich. In Trockenperioden wässert man alle 8 Tage.

Der günstigste Pflanzenabstand beträgt je nach Sorte 50 cm x 40 cm bis 40 cm x 40 cm.

Der günstigste Pflanzenabstand beträgt je nach Sorte 50 cm x 40 cm bis 40 cm x 40 cm.

Auf ein Normalbeet pflanzt man also nur 3 Reihen. Man kann auch mit gutem Erfolg auf Gurkenbeete pflanzen. Kommt gleichzeitig auf dem Gurkenbeet noch Salat zum Anbau, dann pflanzt man den Sellerie etwa 10 cm vom Beetrand entfernt, während in der Mitte zwischen Sellerie- und Gurkenreihe der Kopfsalat steht. Entfällt der Salat, dann werden die Selleriereihen etwa 20 bis 25 cm von den Beeträndern entfernt angelegt.