Nach Frühkartoffeln können noch Kopfsalat, Winterendivien, frühe Kohlrabisorten und auch Buschbohnen (letzter Aussaattermin 15. Juli) angebaut werden

Nach Frühkartoffeln können noch Kopfsalat, Winterendivien, frühe Kohlrabisorten und auch Buschbohnen (letzter Aussaattermin 15. Juli) angebaut werden.

Frühkartoffeln sind eine ganz vorzügliche Vorfrucht für die genannten Gemüsearten. Die bei Kartoffeln notwendige intensive Bodenlockerung durch das zweimalige Anhäufeln hat eine überaus günstige Wirkung auf die Bodenstruktur. Sie kommt nachfolgenden Gemüsearten in hohem Maße zugute.

Das beim Ernten anfallende Kartoffelkraut wird vorsichtshalber verbrannt, damit eventuell daran haftende Krankheitserreger vernichtet werden

Das beim Ernten anfallende Kartoffelkraut wird vorsichtshalber verbrannt, damit eventuell daran haftende Krankheitserreger vernichtet werden.

Die gefährlichste Krankheit bei Kartoffeln ist die Krautfäule (Phytophthora), von der in nassen Sommern auch die Tomaten befallen werden. Um der Gefahr der Übertragung von den Kartoffeln auf die Tomaten vorzubeugen, muß das Kartoffelkraut restlos vernichtet werden. An ihm sind oft nur geringe Krankheitsanzeichen vorhanden, die meist gar nicht ins Auge fallen. Wenn derartiges Kartoffelkraut auf den Komposthaufen gelangt, können die Sporen der Pilze bei günstigen Verhältnissen, z.B. bei feuchtem, warmem Wetter, durch die Luftbewegung sehr leicht an die Tomatenpflanzen gelangen und sich dort entwickeln.

Die Ernte beginnt etwa 10 bis 12 Wochen nach dem Legen der vorgekeimten Kartoffeln, sobald die neuen Knollen gut ausgereift sind

Die Ernte beginnt etwa 10 bis 12 Wochen nach dem Legen der vorgekeimten Kartoffeln, sobald die neuen Knollen gut ausgereift sind.

Die angegebene Zeitspanne ist nur als Anhaltspunkt zu werten, weil der Erntebeginn bei Frühkartoffeln von mehreren Umständen abhängt. In besonders günstigen (warmen) Lagen kann man nach 10 bis 12Wochen ernten, wenn gut vorgekeimte Kartoffeln gelegt wurden. Durch ungünstiges Wetter im Frühjahr kann sich die Ernte wesentlich verzögern.

Fleißiges Gießen bei trockenem, heißem Wetter fördert das Wachstum ganz erheblich und macht sich bei Frühkartoffeln immer bezahlt

Fleißiges Gießen bei trockenem, heißem Wetter fördert das Wachstum ganz erheblich und macht sich bei Frühkartoffeln immer bezahlt.

Sobald die oberirdischen Teile der Frühkartoffeln richtig ins Wachsen kommen, darf der Boden nicht mehr völlig austrocknen. Wenn gegossen wird, dann muß man so viel Wasser geben, daß das ganze Erdreich gut durchfeuchtet wird, d.h. je m² mindestens 15 bis 20 l.

Nachgedüngt wird vor jedem Anhäufeln mit stickstoffreichen Volldüngem

Nachgedüngt wird vor jedem Anhäufeln mit stickstoffreichen Volldüngem.

Ob mit Kopfdüngung oder mit Nährlösungen nachgedüngt wird, spielt keine Rolle. Wichtig ist, daß weder von dem einen noch von dem anderen etwas auf die Kartoffelblätter oder -triebe gelangen darf. Das würde zu Verbrennungen und damit zu Stokkungen im Wachstum führen. Vorsichtshalber sind die Kartoffeln nach dem Düngen mit reinem Wasser zu überbrausen. Jauche oder andere organische Dünger sind bei Frühkartoffeln nicht anzuwenden.

Zum erstenmal häufelt man an, sobald die Triebe 8 bis 10 cm über der Erde stehen und zum zweitenmal bei 15 bis 20 cm Höhe

Zum erstenmal häufelt man an, sobald die Triebe 8 bis 10 cm über der Erde stehen und zum zweitenmal bei 15 bis 20 cm Höhe.

Beim ersten Anhäufeln wird die Erde von beiden Seiten an die Reihen so herangezogen, daß nur einige Zentimeter der Triebe sichtbar bleiben. Das zweite erfolgt so, daß ein etwa 20cm hoher Wall entsteht. Auf diese Weise kann die Luft (Sauerstoff) und vor allem auch die Wärme sehr leicht in den Boden und damit in den Bereich der unterirdischen Teile der Kartoffeln eindringen. Dasfördert nicht nur die Entwicklung der Knollen, sondern trägt auch wesentlich zu ihrem Ausreifen bei.