Zur direkten Bekämpfung der verschiedenen Krankheiten und Schädlinge hält der Fachhandel eine breite Palette anerkannter chemischer Mittel bereit

Zur direkten Bekämpfung der verschiedenen Krankheiten und Schädlinge hält der Fachhandel eine breite Palette anerkannter chemischer Mittel bereit.

Im Interesse unserereigenen Gesund heit sollte man diese Mittel aber nur in Ausnahmefälle anwenden bzw. wenn andere Maßnahmen keine ausreichende Wirkung erzielen.
Bei der Verwendung chemischer Präparate sind die vom Hersteller vorgegebenen Aufwandmengen und Konzentrationen äußerst exakt einzuhalten. Wichtig ist außerdem der richtige Anwendungszeitpunkt bzw. die Einhaltung der vorgeschriebenen Karenzzeiten, d. h. der Wartezeiten vom Einsatz des betreffenden Mittels bis zur unbedenklichen Verwendung des Erntegutes. Sämtliche chemischen Pflanzenschutzmittel sind auch für den Menschen mehr oder weniger stark giftig, deshalb sind auch die im Pflanzenschutzmittelverzeichnis bzw. in der Gebrauchsanweisung genannten Arbeitsschutzbestimmungen genauestens zu beachten.

Wer engmaschigen Draht als Schutz gegen wilde Kaninchen ziehen will, muß ihn etwa 30 cm tief in den Boden eingraben

Wer engmaschigen Draht als Schutz gegen wilde Kaninchen ziehen will, muß ihn etwa 30 cm tief in den Boden eingraben.

Diese Mindesttiefe ist notwendig, weil sich die Kaninchen sonst unter dem Draht hindurchgraben. Wenn der Maschendraht seinen Zweck über mehrere Jahre erfüllen soll, muß er gut verzinkt sein oder zweimal sorgfältig mit Teer behandelt werden.

Wirksame Mittel gegen Wühlmäuse sind Fallen, vergiftetes Gemüse und Räucherpatronen

Wirksame Mittel gegen Wühlmäuse sind Fallen, vergiftetes Gemüse und Räucherpatronen.

Am sichersten fängt man Wühlmäuse mit den im Fachhandel angebotenen Fallen. Sie müssen aber sorgfältig in die Gänge der Wühlmäuse eingebaut werden. Ausgehöhlte und innen mit Giftpaste bestrichene Möhren kann man ebenfalls in den Gängen auslegen. Räucherpatronen sind nicht immer ein Vertilgungsmittel. Wer aber alle auffindbaren Gänge gleichzeitig ausräuchert und das einige Male wiederholt, erreicht in jedem Fall, daß sich die Wühlmäuse aus seinem Garten verziehen.

Drahtwürmer, Erdraupen, Engerlinge und Schnecken können durch geeignete Lockmittel erfolgreich bekämpft werden

Drahtwürmer, Erdraupen, Engerlinge und Schnecken können durch geeignete Lockmittel erfolgreich bekämpft werden.

Durch halbierte Kartoffeln und Möhren, die man mit der Schnittfläche auf den Boden legt oder etwas in die Erde senkt, sowie durch einige Salatpflanzen zwischen anderen Gemüsearten lassen sich die genannten Schadinsekten anlocken. Die Köder werden alle zwei Tage kontrolliert bzw. ausgewechselt und die angelockten Schädlinge eingesammelt. Bei sehr starkem Befall durch Schnek-ken müssen im Handel erhältliche Spezialköder eingesetzt werden.

Eine Vielzahl von tierischen Schädlingen läßt sich durch den Schutz ihrer natürlichen Feinde und die Beseitigung ihrer Wirtspflanzen bekämpfen

Eine Vielzahl von tierischen Schädlingen läßt sich durch den Schutz ihrer natürlichen Feinde und die Beseitigung ihrer Wirtspflanzen bekämpfen.

Marienkäfer und Schwebfliegen sind allgemein als Blattlausfeinde bekannt und Schlupfwespen vernichten zahlreiche Raupen von Schadinsekten, indem sie ihre Eier darin ablegen und die daraus schlüpfenden Larven sich von den Raupen ernähren. Auch Vögel zählen zu den unentbehrlichen Helfern im Garten. Deshalb ist dem Vogelschutz besondere Aufmerksamkeit zu widmen, u.a. durch das Anbringen geeigneter Nistgelegenheiten. Diese müssen jedoch besonders vor Katzen und anderen Vogelräubern geschützt werden.

Die Ursachen für die Schädigung unserer Gemüsepflanzen können sehr vielfältiger Natur sein und sind nicht nur auf tierische Schädlinge oder pflanzliche Erreger zurückzuführen

Die Ursachen für die Schädigung unserer Gemüsepflanzen können sehr vielfältiger Natur sein und sind nicht nur auf tierische Schädlinge oder pflanzliche Erreger zurückzuführen.

Gerade die unbelebten Ursachen treten häufiger auf, als allgemein angenommen wird. Dazu gehören neben den witterungsbedingten Schäden wie Frost, Sonnenbrand, Wind und Hagel insbesondere Schädigungen durch unsachgemäße Anwendung chemischer Mittel und Mangelerscheinungen durch einseitige Düngung (fehlende Mikronährstoffe). Aber auch Bodenverdichtung durch mangelhafte Untergrundlockerung und mechanische Beschädigungen gehören in diese Kategorie.

Voraussetzung für eine Behebung der eingetretenen Schädigungen ist die genaue Klärung der Schadursache, was oft nur durch Hinzuziehung von Experten möglich ist. Vor allem durch Nährstoffmangel und bestimmte Witterungseinflüsse verursachte Schäden sind leicht mit Schadbildern pflanzlicher Erreger (z.B. Virosen) zu verwechseln.