Mangold ist winterhart, wenn er angehäufelt und mit einer Reisigdecke geschützt wird

Mangold ist winterhart, wenn er angehäufelt und mit einer Reisigdecke geschützt wird.

Im allgemeinen kultiviert man Mangold nur einjährig und sät in jedem Frühjahr neu aus. Von überwintertem Mangold erhält man aber sehr früh frisches Gemüse. Angehäufelt wird, sobald die ersten stärkeren Fröste auftreten. Mangold kann aber auch als Nachfrucht gesät werden. Die Aussaat erfolgt in der Zeit von Ende August bis Anfang September und wird wie die Aprilsaat durchgeführt. Man häufelt ebenfalls an und deckt mit Reisig ab. Überwinterter Mangold kann bis etwa Anfang Jgli geerntet werden, dann geht er in Blüte, so daß noch eine andere Gemüseart als Nachfrucht folgen kann.

Nur ständiges Hacken, Gießen und Düngen führen bei Mangold zu guten Erfolgen

Nur ständiges Hacken, Gießen und Düngen führen bei Mangold zu guten Erfolgen.

Er hat einen hohen Stickstoff bedarf. Die N-Kopf-düngung von insgesamt 100 bis 150g N/m2 gibt man am besten als 0,3%ige Nährlösung in mindestens 4 bis 5 Einzelgaben jeweils nach einer Ernte und verbindet sie mit reichlichen Wassergaben von je 15 bis 20 l/m2. Nach jedem Düngen und jedem Regen muß, sobald der Boden oberflächlich abgetrocknet ist, gehackt werden.

Mangold ist wenig frostempfindlich und wird im Laufe des April ausgesät

Mangold ist wenig frostempfindlich und wird im Laufe des April ausgesät.

1 g Mangoldsamen enthält durchschnittlich 70 Korn, die zur Aussaat für etwa 1 m2 ausreichen. Wie bei Roten Rüben entwickeln sich bei Mangold mehrere Pflanzen aus einem Korn, weshalb man bei dieser Samenart von Samenknäuel spricht. Jedes Samenknäuel enthält etwa 3 bis 5 Samen. Die Reihenentfernung ist je nach dem Verwendungszweck unterschiedlich. Soll vorwiegend Blattmangold geerntet werden, dann genügt ein Reihenabstand von 25 bis 30 cm. Rippen- oder Stielmangold erfordert Reihenentfernungen von 40cm, damit die Pflanzen ausreichend Platz zur Entwicklung erhalten. Man wendet die Horstsaat an, wobei der Abstand der Saatstellen in der Reihe bei Blattmangold

15 bis 20cm, bei Rippenmangold 40cm beträgt. Das Saatgut muß etwa 2 bis 3 cm mit Erde bedeckt sein. Nach dem Aufgang wird vereinzelt.

An Klima und Boden stellt Mangold keine hohen Ansprüche

An Klima und Boden stellt Mangold keine hohen Ansprüche.

Lediglich reine Sandböden und schwere Lehmböden sagen ihm nicht zu. Mangold verlangt keinen frischen organischen Dünger, nutzt ihn aber sehr gut, d. h. er kann in 1. oder 2. Trächt stehen. Wichtig ist eine möglichst tiefe Bodenbearbeitung im Herbst, weil Mangold eine tiefgehende Pfahlwurzel entwickelt. Er beansprucht die ihm zugedachte Fläche ganzjährig und darf in der Fruchtfolge nicht nach sich selbst, aber auch nicht nach Spinat und Roten Rüben angebaut werden.

Der Mangold gehört zur gleichen Pflanzengattung wie die Rote Rübe

Der Mangold gehört zur gleichen Pflanzengattung wie die Rote Rübe.

Er besitzt gegenwärtig im Kleingarten keine große Verbreitung, obwohl einerseits sein Vitamin- und Mineralstoffgehalt, andererseits die geringen Kulturansprüche einen größeren Anbauumfang recht-fertigen würden. Auf Grund seines hohen Karotin-und beachtlichen Kalziumgehaltes stellt Mangold ein sehr wertvolles Blattgemüse besonders für Kinder dar und ist insgesamt bekömmlicher als Spinat. Man kann ihn ähnlich wie Spinat verwenden oder als Stielgemüse wie Spargel zubereiten, indem nur die dicken, fleischigen Blattrippen genutzt werden. Bei entsprechender Anbaugestaltung steht erntefähiger Mangold vom Frühjahr bis zum Spätherbst zur Verfügung.