Die hauptsächlichsten Feinde des Chinakohls sind Erdflöhe, Kohlweißlingsraupen und Nacktschnecken, die rechtzeitig bekämpft werden müssen

Die hauptsächlichsten Feinde des Chinakohls sind Erdflöhe, Kohlweißlingsraupen und Nacktschnecken, die rechtzeitig bekämpft werden müssen.

Die Erdflöhe werden insbesondere den jungen Pflanzen sehr gefährlich. Wo aber fleißig gegossen wird, können sie keinen großen Schaden anrichten. Bei starkem Auftreten werden die Pflanzen mit Erdflohpulver eingestäubt. Gegen den Fraß der Nacktschnecken schützt man die Pflanzen durch Auslegen von Schneckenködern. Wenn der Flug von Kohlweißlingen zu beobachten ist, muß der Chinakohl ständig auf Eier dieses Schmetterlings untersucht werden. Die gelblichen Eierhäufchen findet man an der Unterseite der Blätter. Wenn man sie sofort vernichtet, erspart man sich das lästige Absuchen der Pflanzen nach Raupen.

Die Ernte beginnt im Oktober und kann unter günstigen Bedingungen bis Dezember anhalten

Die Ernte beginnt im Oktober und kann unter günstigen Bedingungen bis Dezember anhalten.

Chinakohl verträgt kurzzeitige Fröste bis etwa -6°C. Bei günstiger Witterung kann, dem Bedarf entsprechend, bis in den Dezember hinein laufend geerntet werden.

Sind stärkere Fröste zu erwarten, nimmt man die Pflanzen mit Wurzelballen aus dem Boden und schlägt sie in einem luftigen Keller in feuchtem Sand ein. Auch der Einschlag im Frühbeetkasten oder in Erdgruben ist möglich, wenn man mit Matten, Laub u.a. Material frostsicher abdeckt. So aufbewahrt, halten sich die Pflanzen noch bis etwa Mitte Januar.

Zapisz

Chinakohl stellt hohe Anforderungen an die Wasserversorgung

Chinakohl stellt hohe Anforderungen an die Wasserversorgung.

Zur Beschleunigung der Keimung ist es zweckmäßig, die Fläche entweder einige Tage vor der Saatbeetvorbereitung gründlich zu wässern oder nach der Aussaat schwach zu beregnen bzw. zu gießen. Der Hauptwasserbedarf liegt in der zweiten Augusthälfte und im September. In dieser Zeit können je nach Witterung 4 Gaben zu je 20 l/m² erforderlich sein. Die übrigen Pflegemaßnahmen umfassen vor allem ständiges Lockern des Bodens, Unkrautbekämpfung und Kopfdüngung.

Günstige Aussaatzeiten für Chinakohl sind die 2. und 3. Julidekade

Günstige Aussaatzeiten für Chinakohl sind die 2. und 3. Julidekade.

Da Chinakohl zu den Kurztagspflanzen gehört, würden frühere Aussaaten zu Schossern führen, während bei späterer Aussaat die verfügbare Zeit für normale Kopfentwicklung nicht ausreicht. Außer nach Kohlarten kann Chinakohl nach allen Gemüsearten angebaut werden, die bis Mitte Juli die Fläche räumen. Die Aussaat wird an Ort und Stelle vorgenommen, da ein Verpflanzen nicht möglich ist. Der Reihenabstand soll 40 cm betragen. In der Reihe legt man alle 30 bis 40cm je 3 bis 4 Korn etwa 1 cm tief in den Boden. Nach dem Aufgang läßt man je Saatstelle nur die kräftigste Pflanze stehen.

Chinakohl kann auf jedem guten Gartenboden erfolgreich kultiviert werden, sofern dieser über einen ausreichenden Humus – und Kalkgehalt verfügt

Chinakohl kann auf jedem guten Gartenboden erfolgreich kultiviert werden, sofern dieser über einen ausreichenden Humus – und Kalkgehalt verfügt.

Lehmige Sand- und sandige Lehmböden sagen ihm am besten zu. Er ist windempfindlich und verlangt demzufolge eine geschützte Lage. Obwohl seine Wärmeansprüche nicht hoch sind, reagiert er auf naßkalte Witterung mit Wachstumsstockungen und Fäulnis. Sein starkes Düngebedürfnis ist etwa mit dem des Kopfkohls vergleichbar. Besondere Ansprüche an die Düngerform stellt er nicht. Die Kali-und Phosphordüngung sowie eine Stickstoffstartdüngung in Höhe von 5 g N/m2 gibt man zur Bodenvorbereitung. Etwa 3 bis 4 Wochen nach dem Aufgang erfolgt eine Kopfdüngung in gleicher Höhe, die man bei beginnender Kopfbildung wiederholt. Es sind selbstverständlich nur schnellwirkende Stickstoffdünger zu verwenden, die man nach Möglichkeit in flüssiger Form (0,3% ig) verabreicht.

Dieses zarte, wohlschmeckende Kohlgemüse sollte auch im Garten stärkere Beachtung finden

Dieses zarte, wohlschmeckende Kohlgemüse sollte auch im Garten stärkere Beachtung finden.

Chinakohl entwickelt zur Schnittreife einen aus schmalen, hellgrünen Blättern bestehenden walzenförmigen, lockeren Kopf und bringt in einer relativ kurzen Vegetationszeit hohe Flächenerträge. Der gesundheitliche Wert beruht auf seinem beachtlichen Gehaltan hochwertigem, leicht verdaulichem Blatteiweiß sowie seinem Vitamin- und Mineralstoffgehalt. Chinakohl kann roh oder gekocht gegessen werden, läßt sich im Haushalt leicht und schnell zubereiten und ergibt u.a. einen vorzüglichen Rohkostsalat.