Mit Quecken verseuchtes Land darf man nicht mit dem Spaten graben, sondern muß es mit der Grabegabel bearbeiten

Mit Quecken verseuchtes Land darf man nicht mit dem Spaten graben, sondern muß es mit der Grabegabel bearbeiten.

Quecken vermehren sich durch die unterirdischen Rhizome. Aus jedem Gliedstück, das beim Graben mit dem Spaten abgetrennt wird, entsteht eine selbständige Pflanze. Deshalb nur die Grabegabel verwenden! Mit ihr kann man die Queckennester, die sich im Boden gebildet haben, herausheben und die daran haftende Erde abschütteln.

Stark verquecktes Gemüseland wird durch Rigolen queckenfrei gemacht

Stark verquecktes Gemüseland wird durch Rigolen queckenfrei gemacht.

Quecken dringen mit ihren Rhizomen nicht tief in den Boden ein. Sie ersticken, wenn sie in tiefere Schichten gelangen, z.B. beim Rigolen. Dabei muß aber die oberste mit Quecken durchsetzte Bodenschicht (etwa 25cm) auf die Rigolsohle kommen. Bei dieser Art des Rigolens gelangt die vorherige zweite Bodenschicht nach oben. Sie muß stark mit Humus angereichert werden.

Quecken lassen sich leichter vernichten, als im allgemeinen angenommen wird

Quecken lassen sich leichter vernichten, als im allgemeinen angenommen wird.

Quecken haben einen ausdauernden Wurzelstock (Rhizome). Trotzdem ist das Ausrotten im Laufe des Sommers leicht Wer seine Gemüsebeete laufend lockert und jedes Queckenhälmchen dabei dicht unter der Erdoberfläche abhackt, wird nicht lange über Quecken zu klagen haben. Durch das ständige Vernichten der oberirdischen grünen Teile erschöpfen sich die Reserven der Rhizome so stark, daß auch sie bald zugrunde gehen.

Im Kleingarten ist es, außer auf Wegen, weder erforderlich noch empfehlenswert, Herbizide zur Unkrautbekämpfung einzusetzen

Im Kleingarten ist es, außer auf Wegen, weder erforderlich noch empfehlenswert, Herbizide zur Unkrautbekämpfung einzusetzen.

Wenn man alle mechanischen und natürlichen Möglichkeiten der Unkrautbekämpfung nutzt und diese zum richtigen Zeitpunkt einsetzt, kann auf chemische Mittel verzichtet werden. Die Bekämpfung beginnt bereits beim Umgraben des Landes, indem die Wurzeln bzw. Ausläufer der Wurzelunkräuter sorgfältig ausgelesen werden. Gleiches gilt für die Vorbereitung der Saat- bzw. Pflanzfläche im Frühjahr. Nach der Bestellung der Gemüseflächen kommt es darauf an, das Unkraut in der Entwicklung zu stören, sobald es sichtbar wird, bzw. besonders in den Pflanzenreihen dureh Jäten rechtzeitig zu entfernen. Wer sich angewöhnt, die Gemüsebeete regelmäßig zu hacken, wird kaum größere Schwierigkeiten mit der Unkrautbekämpfung haben. Saatgemüse ist besonders gefährdet, deshalb sorgt man durch Markiersaat dafür, daß zwischen den Reihen so zeitig wie möglich gehackt werden kann. Auch in den Reihen beginnt gleich nach dem Aufgang die Bekämpfung des Unkrautes. Regelmäßiges Jäten der noch kleinen Unkräuter gewährleistet eine ungestörte Entwicklung der Gemüsepflanzen. Auch eine geregelte Fruchtfolge vermag in gewissem Umfang den Unkrautbesatz des Bodens zu verringern, indem Gemüsearten, die z.B. durch starke Beschattung den Unkrautwuchs unterdrücken helfen, auf gefährdeten Flächen verstärkt zum Anbau kommen. Schließlich gehörtauch zur Unkrautbekämpfung, daß bereits blühendes oder fruchtendes Unkraut nicht auf den Komposthaufen gelangt.

Unkräuter behindern die Entwicklung der Gemüsepflanzen ganz erheblich und müssen daher rechtzeitig bekämpft werden

Unkräuter behindern die Entwicklung der Gemüsepflanzen ganz erheblich und müssen daher rechtzeitig bekämpft werden.

Auch Unkräuter entziehen dem Boden beachtliche Nährstoffmengen und schmälern dadurch die optimale Versorgung der Kulturpflanzen. Gegenüber ungünstigen Witterungsverhältnissen sind sie weniger empfindlich und zeigen auch meist ein schnelleres Wachstum als die Gemüsepflanzen. Infolge reichlicher Samenproduktion und durch Wurzelausläufer können sie sich stark vermehren und schnell über große Flächen ausbreiten. Die durch Unkräuter verursachten Ertragsausfälle sind erheblich und betragen je nach dem Grad der Verunkrautung bis zu 25%. Außerdem tragen bestimmte Unkräuter zur schnelleren Vermehrung und Ausbreitung von Krankheiten und Schädlingen bei. Aus den genannten Gründen geht hervor, daß rechtzeitige und regelmäßige Unkrautbekämpfung zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen gehört.