Melonen benötigen einen ausreichend feuchten Boden, vertragen aber keine hohe Luftfeuchtigkeit

Melonen benötigen einen ausreichend feuchten Boden, vertragen aber keine hohe Luftfeuchtigkeit.

Die Luftfeuchte läßt sich in Frühbeeten und Kleingewächshäusern durch Lüften recht gut regulieren, während es bei Folienzelten in dieser Hinsicht etwas problematisch sein kann. Nach der Pflanzung lüftet man zunächst möglichst wenig. Wichtig ist, daß die Temperaturen nicht unter 15°C zurückgehen. Man muß also nachts, oft bis in den Juni hinein, mit Matten o. ä. abdecken. Mit steigenden Außentemperaturen wird entsprechend öfter und ausgiebiger gelüftet. Im Sommer können die Fenster bei niederschlagsfreier Witterung tagsüber auch ganz entfernt werden. Im Gegensatz zu Gurken werden Melonen unter Glas auch bei stärkster Sonneneinstrahlung nicht schattiert.

Das Auspflanzen der Melonen erfolgt unter Glas ab Anfang bis Mitte Mai, im Freiland nicht vor Ende Mai/Anfang Juni

Das Auspflanzen der Melonen erfolgt unter Glas ab Anfang bis Mitte Mai, im Freiland nicht vor Ende Mai/Anfang Juni.

Im Frühbeetkasten kommen unter jedes Fenster, je nach Wüchsigkeit der Sorte, 1 bis 2 Pflanzen. An den Pflanzstellen wird die Erde einen Spatenstich tief ausgehoben, die Grube mitfrischem Stalldung oder anderem geeigneten organischen Material gefüllt und mit der ausgehobenen Erde hügelartig bedeckt. Auf diese Hügel werden die Melonen gepflanzt, nicht tiefer als sie im Topf gestanden haben. Im Kleingewächshaus werden die Pflanzstellen ebenso vorbereitet, wobei der Abstand ih der Reihe 50cm betragen soll. Man kultiviert Melonen im Haus entweder zu ebener Erde oder an Dederonspalieren bzw. Schnüren wie Hausgurken.

Im Freiland hebt man in der Beetmitte einen 20cm tiefen und 50cm breiten Graben aus,füllt ihn ebenfalls mit Stalldung und formt darüber einen 15 bis 20cm hohen Damm. Auf diesem pflanzt man die Melonen mit einem Abstand von 50 cm. Sofort nach der Pflanzung muß mit Plastehauben geschützt werden.

Melonen darf man nicht an Ort und Stelle aussäen, sondern muß sie mit Topfballen pflanzen

Melonen darf man nicht an Ort und Stelle aussäen, sondern muß sie mit Topfballen pflanzen.

Die Anzucht dauert etwa 6 bis 7 Wochen. Wer über ein heizbares Gewächshaus verfügt und im April pflanzen kann, muß also bereits Anfang März aussäen. Für die Kultur im Frühbeetkasten oder nicht heizbarem Kleingewächshaus liegt der F*flanztermin etwa Mitte bis Ende Mai, was einem Saattermin von Anfang bis Mitte April entspricht. Man sät in Pikierkästen oder entsprechende Saatschalen und verwendet am besten eine sandige Komposterde. Die Melonenkerne werden im Abstand von 5cm x 5cm ausgelegt, nur 0,5 bis 1cm mit Erde bedeckt und in einem geeigneten Raum bei 20 bis 22°C gehalten. Sobald die Entwicklung des ersten Laubblattes beginnt, wird in 9- oder 10-cm-Töpfe pikiert. Dabei kommen die F*flänzchen bis zu den Keimblättern in die Erde. Wenn der Erdbällen durch-gewurzelt ist, setzt man in größere Töpfe um. Es darf auf keinen Fall zu Wachstumsstockungen kommen. Nach Ausbildung des 4. bis 5. Laubblattes kann gepflanzt werden.

Melonen stellen an die Nährstoffversorgung infolge der geringeren Fruchtproduktion weniger hohe Ansprüche als die Gurken

Melonen stellen an die Nährstoffversorgung infolge der geringeren Fruchtproduktion weniger hohe Ansprüche als die Gurken.

Der Boden muß jedoch unbedingt durch reichliche organische Düngung verbessert werden. Den Grunddünger gibt man zur Pflanzvorbereitung, wobei die Chloridempfindlichkeit der Melonen zu beachten ist. Während der Vegetationszeit genügen etwa 10g N und 4 bis 5g K je m2 als Kopfdüngung. Man verteilt diese Mengen jedoch auf mehrere Einzelgaben und verabreicht sie als 0,3%ige Nährlösung. Frische Kalkung verträgt die Melone nicht, so daß rechtzeitig für den erforderlichen pH-Wert von über 6,0 gesorgt werden muß.

Um Enttäuschungen im Melonenanbau zu vermeiden, sollte man nur unter Glas oder Folie kultivieren

Um Enttäuschungen im Melonenanbau zu vermeiden, sollte man nur unter Glas oder Folie kultivieren.

Bewährt hat sich der Anbau im warmen oder kalten Frühbeetkasten zur Sommernutzung. Auch ein Anbau unter Folienzelten ist möglich, jedoch weniger günstig zu beurteilen als die Kastenkultur. Als relativ sicher gilt der Anbau im Kleingewächshaus, wobei ebenfalls nur die Sommermonate in Frage kommen. Man sollte jedoch in Betracht ziehen, daß Kleingewächshäuser mit Gurken, Tomaten oder Paprika besser und ökonomischer genutzt werden können, als mit den weniger ertragreichen Zuk-kermelonen.

Melonen stellen an Boden und Klima sehr hohe Anforderungen

Melonen stellen an Boden und Klima sehr hohe Anforderungen.

Sie benötigen vor allem viel Wärme bzw. eine starke Sonneneinstrahlung, weshalb im Freilandanbau nur in klimatisch günstigen Lagen ein Anbau möglich ist und auch dann nicht vor Ende Mai/ Anfang Juni beginnen kann. Naßkaltes und wechselhaftes Wetter schadet den (Pflanzen sehr. Wenn man sich trotzdem für die Freilandkultur entschließt, dann kommt nur eine windgeschützte Südlage vor Mauern, Hauswänden, Lauben u.ä. in Frage. Der Boden soll sehr humus- und nährstoffreich sein. Am besten eignet sich ein leichter bis mittlerer, schnell erwärmbarer und gut wasserdurchlässiger Boden. Schwere Lehmböden scheiden für den Anbau aus.